Genesungswünsche – so kommen sie beim Empfänger gut an

7. März 2016

Wenn Sie hören, dass ein Mitarbeiter oder ein guter Geschäftspartner schwer erkrankt ist, machen Sie Ihrem Chef klar, dass sich die Person über ein paar persönliche Zeilen sicher freuen würde. 

So oder so ähnlich laufen Gespräche ab, wenn es darum geht, einer erkrankten Person Genesungswünsche zu senden: „Eigentlich müssten wir dem was schreiben … Ach was, der ist bestimmt bald wieder gesund.“ Die meisten Menschen ringen um die richtigen Worte, wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen, geschweige denn, was sie sagen sollen. Besonders dann, wenn die erkrankte Person so schwer krank ist, dass es nicht absehbar ist, wann und ob sie wieder genesen wird. Ohnmacht und Unsicherheit führen dazu, dass der kranke Mensch dann gar nichts bekommt. Das sollte Ihnen und Ihrem Chef nicht passieren.

Auch Angehörige erkrankter Personen freuen sich über Mut machende und einfühlsame Briefe. Mit einer Reaktion in dieser Situation zeigt ein Unternehmen, dass es nicht nur produzieren und verkaufen, sondern auch mit Menschen umgehen kann.

Was Sie nicht schreiben sollten

Wie bei allen anderen Briefen auch schleichen sich in Genesungswünsche gern ein paar typische Floskeln ein. Das wäre schade! Ein mit Floskeln gespickter Brief wirkt unehrlich und oberflächlich.

So nicht: Meine besten Wünsche gelten Ihrem persönlichen Wohlergehen.

Das sagt die Redaktion dazu: Diese Formulierung wirkt distanziert und wenig herzlich. Fragen Sie sich, ob Sie so reden würden. Mit Sicherheit nicht. Deshalb: Formulieren Sie einfacher. Schreiben Sie eher so, wie Sie sprechen.
Besser so: Ich hoffe, dass Sie schon bald wieder wohlauf sein werden.
So nicht: Wir hoffen sehr mit Ihnen auf eine baldige und vollständige Wiederherstellung Ihrer Gesundheit.

Das sagt die Redaktion dazu: Dateien werden wiederhergestellt. Diese Formulierung wirkt sehr distanziert und unpersönlich.
Besser so: Ich bin optimistisch, dass Sie bald wieder auf den Beinen sein werden, und drücke die Daumen.
So nicht: Mit Betroffenheit habe ich von Ihrer derzeitigen Erkrankung erfahren.

Das sagt die Redaktion dazu: Derzeitig hört sich so an, als hätte der Angesprochene jede Woche ein anderes Leiden.
Besser so: Ich habe von einer Mitarbeiterin erfahren, dass es Ihnen nicht gut geht.
So nicht: Ich hoffe, dass Sie schon bald wieder im Einsatz sind. Es wartet viel Arbeit auf Sie.

Das sagt die Redaktion dazu: Damit setzen Sie den Mitarbeiter unter Druck. Ihm wird ein schlechtes Gewissen eingeredet, dass er krank ist.
Besser so: Ich hoffe, dass Sie schon bald wieder bei uns sein werden.

Die 5 besten Ausstiegssätze für Ihr Genesungsschreiben

  • Wir hoffen, dass wir Sie schon bald wieder kerngesund an Ihrem Arbeitsplatz antreffen werden.
  • Wir vermissen Sie.
  • Ich hoffe, dass ich schon bald wieder die gute alte Telefonnummer anwählen kann, um mit Ihnen zu sprechen.
  • Nutzen Sie diese Zeit, um Kräfte zu sammeln. Der Gong für die nächste Runde wird hoffentlich schon bald ertönen. Dann stehen Sie wieder „kampfbereit“ im Ring.

Wenn Sie oder Ihr Chef zum Erkrankten ein sehr gutes, freundschaftliches Verhältnis pflegen, dann können Sie auch etwas mutiger formulieren:

  • Sobald die Reparatur- und Wartungsarbeiten an Ihnen abgeschlossen sind, sollte eine Ihrer ersten Probefahrten zu uns führen.

Sie haben sich über ein Genesungsschreiben gefreut? Dann können Sie den Dankesbrief dafür so formulieren:

  • Es hat mich sehr gefreut, dass Sie während meines Krankenhausaufenthaltes an mich gedacht haben. Jetzt melde ich mich wieder zurück an der „Front“.
RSS: Genesungswünsche